Eyk und Daniel in der Hardanger Vidda
 
Endlich sollte sich der lang gereifte Plan in die Tat umsetzen. In nächtelanger Arbeit wurden Pulken gebaut, Aluschienen gebogen und Verdecke genäht, höchst effiziente Kocherunterstände auf dem Amboß geschmiedet. In zermürbender Kleinarbeit und dem nötigen Feingefühl wurden unzählige Kräuterschnäpse auf ihre Eignung in der Eiseskälte hin erprobt. In Sekundenschnelle wurden eigene und fremde Konten geplündert, um Ausrüstungsvertreiber und Lebensmittelanbieter zu Lasten der eigenen Rucksäcke zu erleichtern. Als schließlich sämtliche Vorbereitungen getroffen waren, wurde der Bus Richtung Hardanger Vidda bestiegen ... um 200 m hinter Eyks Einfahrt unter wilden Zuckungen den Dienst zu versagen. Eine halbe Stunde später und um entscheidende 10 l Sprit berreichert, setzten wir uns nun in Bewegung, um erst in Hirtshals, im Norden Dänemarks, wieder den Fuss vom Gas zu heben.
 
 
Da wir nur knapp die Fähre verpassten, kamen wir in den Genuss dieser wunderschönen Raststatt am Meer.
 
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Schon am nächsten Tage erreichten wir den Ausgangspunkt unserer Unternehmung - Skinnarbu am Mosvann. Laut unserer optimistischen Planung machten wir uns zunächst einmal auf den Weg nach Norden, in Richtung Geilo. Bergkamerad Eyk wählte dafür die klassische Variante mit knochenberstend beladenem Rucksack, Bergkamerad Wolf probierte sich in einer neuen Variante - dem Expeditionsstil, mit schier unerschöpflicher Ladefläche versprechender Pulka und Alugestänge. Als ersten dunklen Vorboten hätte man vielleicht schon den am Auto erfolgten Ausfall des ersten Benzinkochers mit zerstörter Pumpendichtung werten können. Da aber auch der andere Kocher wissentlich undicht eingepackt werden musste, verlor dieser Ausfall gewissermaßen an Bedeutung.
So begannen wir also schon am frühen Nachmittag unsere Spur in den tiefen Pulverschnee zu graben ...
 
 

Nach siegreichem Kampf gegen das Unterholz pausieren wir kurz nach dem
Erreichen der Hochfläche. Im Hintergrund der Gaustatoppen.

 
 
Erster Zeltplatz nach geschätzten 8 km Tagesstrecke
 
 
Da wir uns mit dem Januar noch in einem recht frühen Monat im Jahre befanden, hatte der bis hier gefallene Schnee kaum Chancen anzutauen und sich zu verdichten. Somit gestaltete sich das Vorankommen als ungemein beschwerlich. Der hinzukommende starke Wind mit Tendenzen zum Sturm (Wortlaut Eyk) ließ uns, aus Norden bis Nordwesten kommend, in den ersten drei Tagen die 10 km-Marke der Tagesetappen nicht überschreiten. Da keinerlei Verbesserung der Bedingungen in Sicht war, wir den Urlaub nicht auf weitere 3 Wochen ausdehnen wollten und sich zudem mitgebrachte Erkältungen im Zuge der körperlichen Ertüchtigung nicht in Luft auflösen wollten, beschlossen wir am Morgen des vierten Tages in einer großzügig gewählten Runde nach Süden zum Mosvann zurückzukehren.
 
 
Starker Wind mit Tendenzen zum Sturm zeigt in Natura eine eindrücklichere Wirkung
als auf dem Photo
 
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Auch hier wirkt die Situation
(Eyk mit schmerzverzerrtem Gesicht)
heiterer als in Wirklichkeit

 
 
Der zugrfrorene See Langesja
 
 
Unser Lager am zweiten Tage wird von dieser formidablen Schneemauer gehörig aufgewertet
 
 
Mit diesen Impressionen der Hardanger Vidda sollten
wir das letzte mal die Sonne zu Gesicht bekommen
 
 
 
 
 
eeeeeeeeTechnikstudie Eyk
 
 
Technikstudie Danieleeeeeeeeeee
 
 
Für unseren 3.Zeltplatz suchten wir Schutz hinter diesem Boller
 
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Der Schnee unter dem Zelt ist wohlgemerkt aufgeschüttet - wenn noch nicht vorher geschehen, so erreicht man spätestens mit solcherlei Umschichtungsmaßnahmen zu später Stunde sein gewohntes Stadium ausgeprägter Übelkeit
 
 
 
 
 
Mit grimmigen Blicken verabschiedet sich Eyk vom eigentlichen Ziel der Vidda-Durchquerung
Was kann man einige Tagesmärsche von der Zivilisation entfernt so rein gar nicht gebrauchen ???
 
Eine gebrochene Ski-Bindung
Und was noch viel weniger ???
 
Zwei gebrochene Ski-Bindungen
 
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Doch wozu gibt es Packriemen - Und wer sagt eigentlich, dass Tourenski fest am Fuss sitzen müssten ?
 
Nach diesen Schicksalsschlägen müssen wir auch von unserem Rückweg durch das Fjell Abschied nehmen und suchen die Flucht durch das nächst gelegene Tal nach Atra.
 
Schnaps und Fleisch vertreiben Kummer und Sorgen
 
 
Blick in den Flur unserer Schneewohnung - 10 m Gänge, 1 Küche,
2 Toiletten und 1 Pissoir "versüßen" uns den vorletzten Abend im Fjell
 
 
Dieser Müschelien ist in Wirklichkeit Eyk - Eyk hängt ab in der Küche, hat offensichtlich
viel Spass mit seinem Kümmerling und ihm ist schön warm
 
 
Der nächste Morgen empfängt uns mit gutmütigen 16 Grad
 
 
Auf dem Weg durchs White Out sorgt Eyk unter anderem mit dieser
spektakulären Freeride-Einlage für Kurzweiligkeit - das nachträgliche Posen
wirkt dabei weniger spontan als die vorrausgegangene Entscheidung,
diese 3 Meter-Stufe mit vollem Gepäck "hinab zu springen"
 
 
Kein Platz für Frohsinn ?eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee
 
 
Abschied vom Fjell
 
 
 
 
 
Die letzte Nacht bringt sozusagen echte Sägewerkromantik
 
 
... zu Zeiten des Goldrausches ...
 
 
Keine endemische Art: die gemeine Schnapsdrossel
 
Und - hat es denn Spass gemacht ???
KLAR !!!
 
KLAR !!!
 
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