Eyk und Daniel´s

Schneeschuhtour durchs Berchtesgadener Land

Eines schönen Tages begab es sich nun, dass wir vom Zug am Berchtesgadener Bahnhof, nach schier endloser Wochenendticket-Odysee, in unseren wohlverdienten Winterurlaub gespuckt wurden.
Nach aufreibenden Diskussionen fiel die Entscheidung zugunsten einer Schneeschuhtour aus; Orientierungshilfe sollte der Streckenverlauf der 'Großen Reibe' leisten, einer sich rings um den Königssee, über zahlreiche Bergmassive windenden Skitour. Des sich durch Schneeschuhe ergebenden zeitlichen Mehraufwandes waren wir uns durchaus bewusst und so zogen wir mit Grundausstattung bepackt und einem Essensvorrat für 8 Tage unserem vielversprechenden Schönwetterfenster entgegen

 
Erste Übernachtungsstätte unterhalb der Königsbachalm
 
Eyks Wiedergeburt als Bergtroll
Watzmann von Nordosten
 
Winterliche Hitze unterhalb des Schneibsteinhauses
 
Intensiver Skibetrieb auf dem Jenner
Quälender Aufstieg auf den 2271 m hohen Schneibstein
 
Am Carl-von-Stahl-Haus, im Hintergrund der Fagstein
 
Blick nach Westen vom Gipfel des Schneibsteins
 
Das sich im Osten erstreckende Bluntautal
 
Daniel vorm Hohen Göll
 
Im Süden erstreckt sich das Hagengebirge - im Sommer ist dieses Naturschutzgebiet
durch seine hüfthohe Vegetation nicht begehbar
 
In der Sonne glitzern spiegelglatte Eisflächen
 
Links im Hintergrund der Fagstein
 
Rechts im Hintergrund die Watzmann-Ostwand, links der große Hundstod
 
Abstieg zum Hochsattel
 
Kuschelstimmung
 
Sturmgepeitschter Schlafplatz auf dem Hochsattel
 
Trotz der hervorragenden Wetterbedingungen schlichen sich langsam die ersten Widerwärtigkeiten ein. Nach dem Verlust des verlässlichen Überlebensmessers hatten wir zunächst die Funktionsaufgabe des Trinkwasser spendenden Kochers zu beklagen. Nach bangen Stunden der OP konnte der zerborstene Benzinschlauch dank großzügiger
Plastiktüten- und Tape-Ummantelung überlistet werden, woraufhin der heringsgeschiente Kocher seinen Dienst bis zum Ende der Unternehmung wieder aufnehmen sollte.
Damit nicht genug verleierte sich Bergkamerad Wolf in ausgelassener Schneeakrobatik das entknorpelte Knie, bevor die nunmehr zum Versehrten-Ausflug degradierte Wintertour zu vorgerückter Stunde fortgesetzt werden konnte.
 
Hier bekam selbst der Kocherschlauch ein Wintermäntelchen
 
Wer sich hier verläuft ist doof !
 
Durch die faszinierende Welt des Hagengebirges
 
Technikstudie der Abstiegsbewältigung
 
Diese Weitläufigkeit verwöhnt selbst den anspruchsvollsten Tourengeher
 
Kragenkopf
Eyk braucht Fleisch
 
Auf dem Kahlersbergnieder wartet das Glück
 
Abendlicher Aufstieg zum Blühnbachkopf
 
Unterhalb des 2269 m messenden Blühnbachkopfgipfels
 
Zufriedener Blick auf das Tageswerk, links der Kahlersberg, links unterhalb der
sonderbaren atmosphärischen Erscheinung der Schneibstein
 
Die östliche Flanke des Watzmanns im abendlichen Dunst
 
Im Süden baut sich der imposante Hochkönigstock auf
 
Hochlageratmosphäre, im Hintergrund das Teufelshorn
 
An diesem Punkt war wohl der quälendste Zustand der Expedition erreicht. Die widrigen Wetterbedingungen lähmten uns derartig, dass wir bis weit in den Tag hinein an diesem unwirtlichen Fleck verweilen mussten.
 
Abstieg durch den Eisgraben, im Hintergrund die Funtenseetauern
 
 
Wer ist hier wohl der Meister auf der Piste ...
 
Rosentalhörnl
 
Abstieg in die Röt
 
Watzmann
 
 
Die eingeschneite Wasseralm
 
Schlafplatz mit weiß Häubchen
 
Auf dieser gar lustig eingeschneiten Alm begab es sich nun, dass wir während des Nächtigens von einer sich zuvor angekündigten, aber doch überraschenden Wetterungemütlichkeit heimgesucht wurden. Die Überquerung der Funtenseetauern wurde aus diesem und aus ... ääh ... anderen Gründen zugunsten einer großangelegten Hangquerung zum Grünsee gestrichen. In undurchsichtigem und bedingt für Schneeschuhe geeignetem Gelände sorgte das recht gehemmte Vorankommen für einigen Unmut, angesichts des Zeitfensters von lediglich zwei weiteren Tagen.
Aufgrund der Abwesenheit geeigneter Kneifervarianten und der Ungewissheit, ob des vermeintlich einziehenden Sturmtiefs, ließ uns der nächstmorgendliche Sonnenschein in Verzückung ergehen. Nach geschafftem Tagwerk sanken wir des Abends in der Kochgrube im rettenden Wimbachgrieß zusammen und benetzten mit den letzten Tröpfchen des einst überaus stattlichen Gesundheitsschnapsreservoirs unsere Lippen, bevor es uns am letzten Tage durch Regenmatsch und unter ständigem Grollen der ins Grieß hinab sausenden Nassschneelawinen gen Heimat zog.
 
Reliktischer Brillenabdruck als Erinnerung an bessere Tage
 
Der Weg zum Halsköpfl
Am 'Tanzplatz'
 
Funtensee und Kärlinger Haus
 
Das Steinerne Meer
 
Souveräne Abfahrt vom Kleinen Hirsch
 
Aufstieg zum Hundstodgatterl, im Hintergrund die Ingolstädter Hütte
 
In der Hundstodgrube vor der Südflanke des Watzmannmassivs
 
Roter Balfen und Wimbachgrieß
 
Watzmann
 
Schnapsgesättigter Eyk in der Multifunktionskochgrube
 
Abreisestimmung